Achtsamkeitstraining

Achtsamkeit bedeutet, im Hier und Jetzt anzukommen und das Tempo herauszunehmen. Sie nehmen bewusst wahr, was Sie gerade tun, und achten auf Ihren Körper, Ihre Gedanken und Ihre Gefühle. Im Alltag geht es oft um Schnelligkeit, und wir nehmen uns kaum Zeit, uns selbst zu begegnen. Angeleitete Übungen können helfen, wieder mehr in Kontakt mit sich zu kommen. Hier finden Sie zwei Übungen, die ich eingesprochen habe: den Bodyscan und die Atemmeditation.

Beim Bodyscan lenken Sie die Aufmerksamkeit Schritt für Schritt durch den ganzen Körper. Sie nehmen alle Empfindungen mit Offenheit und Neugier wahr. So üben Sie, die Aufmerksamkeit bei einer kleinen Körperregion zu halten und sie dann weiterwandern zu lassen. Das kann auch die Konzentration stärken. Wichtig ist, alles, was Sie spüren, ohne Bewertung zu betrachten, auch Schmerzen oder unangenehme Empfindungen. Sie nehmen es an, wie es sich gerade zeigt.

Bodyscan

Bei der Atemmeditation richten Sie die Aufmerksamkeit nur auf Ihren Atem und halten sie dort. Zwischendurch erinnere ich Sie daran, zum Atem zurückzukehren. Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn die Gedanken immer wieder abwandern. Es geht darum, das zu bemerken, die Gedanken ziehen zu lassen und sich wieder auf den Atem zu konzentrieren.

Atemmeditation

Entspannungstraining

Zwei Entspannungsverfahren kommen in Therapien und Kliniken besonders häufig zum Einsatz: die Progressive Muskelentspannung und das Autogene Training.

Bei der Progressiven Muskelentspannung (kurz PMR) nach Edmund Jacobson spannen Sie bestimmte Muskelgruppen bewusst an und lassen sie dann wieder los. Sie gehen dabei in einer festen Reihenfolge vor: anspannen, die Spannung kurz halten, dann bewusst lösen. So lernen Sie, Spannung und Entspannung besser wahrzunehmen. Mit regelmäßiger Übung können Sie Entspannung schneller selbst herbeiführen. Außerdem kann die Grundspannung Ihrer Muskeln im Alltag sinken. Dadurch lassen sich Zeichen innerer Unruhe wie Herzklopfen, Schwitzen oder Zittern verringern.

Progressive Muskelentspannung

Das Autogene Training nach Johannes Heinrich Schultz ist ein Verfahren der Selbstbeeinflussung, das aus der Hypnose entwickelt wurde. Im Gegensatz zur eher körperorientierten PMR arbeitet es mit Vorstellungen und Formeln wie „Ich bin ganz ruhig“ oder „Der rechte Arm ist ganz schwer“. Wenn Sie solche Formeln mehrfach wiederholen, stellt sich nach einiger Übungszeit die Entspannung von selbst ein. Bei starken körperlichen Fehlregulationen, zum Beispiel Herzrasen oder Ohnmachtsanfällen, wenden Sie das Verfahren bitte nur mit Vorsicht an.

Wichtig: Imaginative Verfahren wie das Autogene Training sind für Menschen mit einer Psychose nicht geeignet.

Autogenes Training

Wenn Sie Fragen zu den Übungen haben, melden Sie sich gern: telefonisch unter 0178/8184072 (täglich 8:30 bis 9:30 Uhr und 17 bis 18 Uhr) oder per E-Mail an kontakt@psychotherapie-thiaener.de.